Staatliches Berufliches Schulzentrum
Waldkirchen
mit Außenstelle Grafenau
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FOS/BOS - Projekte

Wikipedia: Wir sind dabei!

Wikipedia: Wir sind dabei!

Vorbei die Zeiten des Nachschlagens in gebundenen Lexika. Selbst den Brockhaus gibt es nur noch online und an der Online-Enzyklopädie Wikipedia kommt heute sowieso keiner vorbei.

Wikipedia verfolgt keine kommerziellen Interessen. Die Einträge werden von freiwilligen und ehrenamtlichen Autoren der Netzgemeinde erstellt. Wir gehören nun dazu. Die Schülerinnen und Schüler der Vorklasse haben im Rahmen des Deutschunterrichtes bei Herrn Bauer einen Wikipedia-Eintrag über das BSZ Waldkirchen erstellt, was im Übrigen nicht jede Schule kann. Für einen Artikel in der Online-Enzyklopädie sind nur Bildungseinrichtungen geeignet, die historisch bedeutsam sind oder Besonderheiten aufweisen. Letzteres ließ uns enzyklopädisch relevant werden, dem Schulsprengel des bayerischen Dachdeckerhandwerks sei Dank!

Unser Ranking bei Google lässt sich durchaus sehen: Bei der Eingabe des offiziellen Schulnamens "Staatliches Berufliches Schulzentrum Waldkirchen" landen wir auf Position Zwei, bei den vermutlich häufiger verwendeten Suchbegriffen "BSZ Waldkirchen" und "Berufsschule Waldkirchen" sind wir ebenfalls vorne platziert.

Der erste Schritt ist also gemacht. Jetzt heißt es: optimieren, aktualisieren und ausbauen! Zu beachten sind dabei die Wikipedia-Regeln (sachlich, keine Werbung, keine Leitbilder der Schule, keine aktuellen Veranstaltungshinweise, keine zu gewöhnlichen Informationen etc.).

Am besten einfach mal reinklicken und selbst aktiv werden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Staatliches_Berufliches_Schulzentrum_Waldkirchen

Ein besonderes Dankeschön geht an die engagierten Schüler der Vorklasse, insbesondere an Leon König und Sandro Podhorodeski, die die komplette technische Umsetzung bewerkstelligten.

Thomas Bauer

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Planspiel "Der Landtag sind wir!"

„Der Landtag sind wir!“ - ein Planspiel in Kooperation mit der Forschungsgruppe Jugend und Europa am Centrum für angewandte Politikforschung CAP

Am 26.02.2016 führten die Schüler der BOS 12 und FOS/BOS 13 in den Räumlichkeiten des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums  Waldkirchen unter der Leitung der Forschungsgruppe Jugend und Europa das Planspiel „Der Landtag sind wir“ durch. Dabei wurden die Schüler zunächst in verschiedene Landtags-Fraktionen eingeteilt, um einen Gesetzesentwurf zum Thema „Videoüberwachung“ zu erarbeiten. Nach der Vergabe der Parteizugehörigkeit bekamen die Schüler verschiedene Rollen zugewiesen. So leitete die älteste Abgeordnete die erste Plenarsitzung, andere erhielten den Auftrag, als Presseteam die Entstehung des Gesetzesentwurfes zu begleiten und zu dokumentieren. Danach versammelten sich die Mitglieder der verschiedenen Parteien und überlegten sich eine Strategie um ihren Gesetzesentwurf durchzusetzen. Anschließend  ging es in die Ausschusssitzungen, in denen der Gesetzentwurf kontrovers diskutiert wurde. Die Ergebnisse wurden abschließend an den Hauptausschuss zur endgültigen Ausarbeitung übermittelt. Dieser  fertige Entwurf wurde im Beisein der Landtagsabgeordneten Dr. Gerhard Waschler (CSU) und Alexander Muthmann (Freie Wähler) dem Plenum zur Abstimmung vorgelegt. Zum Schluss gab es noch die Möglichkeit, den beiden Abgeordneten Fragen zu stellen, welche bereitwillig und sehr ausführlich beantwortet wurden. Insgesamt war es eine sehr gelungene Veranstaltung, die es den Schülern ermöglich hat, sich mit der Thematik „Videoüberwachung“ auseinanderzusetzen und gleichzeitig einen Einblick in den Alltag eines Abgeordneten zu bekommen.Dabei haben die Veranstalter der Forschungsgruppe gemeinsam mit dem Organisator, StD Wolfgang Stix, keine Mühen gescheut und ein sehr aufwändiges Programm auf die Beine gestellt. Somit war es ein für alle ein kurzweiliger und informativer Tag!

Josef Wolf, Anastasija Braun (BOS12),

StD Wolfgang Stix (Fachbetreuer Sozialkunde)

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Drogenprävention mal anders!

Jugendhilfeeinrichtung "Freedom" klärt auf

Drei Jugendliche und ein Betreuer vom Jugendbauernhof aus Neureichenau besuchen die Fachoberschule Waldkirchen

Alle auf einem Haufen: Die Jugendlichen Anja, Viktor und Akim mit ihrem Betreuer mit den Schülern der Fachoberschule 11a/b der Fachrichtung Sozialwesen

Waldkirchen. Die Aufklärung über Drogen stand im Vordergrund des Vortrages der 17 bis 19-jährigen Jugendlichen, die am vergangenen Donnerstag die Fachoberschule Waldkirchen besuchten.

Welche Verluste der übermäßige Konsum von Alkohol, Heroin, Kokain, Crystal Meth und anderen Rauschmitteln mit sich bringen kann und wie die Teenager in diesen Teufelskreis geraten sind, schilderten Anja, Viktor und Akim, die seit einigen Monaten in der Jugendhilfeeinrichtung Freedom leben. Die Schüler konnten den Bewohnern der Jugendhilfeeinrichtung „Löcher“ in den Bauch fragen. Interessiert hörten sie den Erzählungen der Jugendlichen zu, wie sie in die Einrichtung gekommen sind, was ihr schlimmstes Erlebnis war, aber auch was sie dazu gebracht hat Hilfe anzunehmen. Was sehr wichtig für diese Jugendlichen ist, um wieder auf die Beine zu kommen ist vor allem eine feste Tagesstruktur und Disziplin. Punkt 6:00 Uhr morgens wird aufgestanden. Um 6:30 Uhr treten sie bei jedem Wind und Wetter die tägliche Morgenrunde, ein kleiner Spaziergang, an. Danach wird gefrühstückt und erst dann wird die erste Zigarette des Tages gewährt. Jeden Abend um 18:30 Uhr findet die Tagesreflexion statt, bei der jeder Bewohner erzählt wie sein Tag war, was ihn gestört hat, bei was es Probleme gab und bei welchen Dingen sie sehr zufrieden waren. Ein Mal täglich ist Zimmerputz angesagt, der dann auch benotet wird. Gute Noten benötigen die Jugendlichen um die höhere Stufe zu erreichen. Bei etwa der 5. Stufe dürfen sie in die Stadtwohngruppe nach Waldkirchen umziehen, bei der sie selbstständiger Leben dürfen. Dann ist zum Beispiel auch einmal ein “Stadtbummel” zu zweit möglich.

Wir Schüler haben erfahren, dass jeder der drei einen sehr hohen Preis für die Stunden, Tage oder Monate im scheinbaren Glücksrausch bezahlen muss. Dazu gehören z.B. Tote im Freundeskreis, „Momente" auf der Intensivstation und vor allem der Verlust von Familienbeziehungen.

Autorin: Annabel Wirkert aus der 11a Sozial

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Projekt Menschenhandel und Zwangsprostitution

Eine junge Afrikanerin in Sierra Leone. Als sie erfährt, dass ihre Tochter in Kürze beschnitten werden soll, flüchtet sie mit dem Kind ins Nachbarland. Sie findet Aufnahme in einer Niederlassung der katholischen Kirche. Während eines Gottesdienstes lernt sie einen deutschen Mann kennen, der verspricht, sie und ihre Tochter mit nach Deutschland zu nehmen. Sie kann ihr Glück kaum fassen. Tatsächlich besorgt der Mann Papiere und Flugtickets. Doch in München angekommen sperrt er sie in einer Wohnung ein und vergewaltigt sie. Auch „Freunde“ dürfen sich „bedienen“. Wenigstens der Tochter wird nichts angetan, doch sie bekommt mit, was im Nachbarzimmer geschieht. Nach Wochen gelingt die Flucht. Die Frau wendet sich an die Polizei und wird an die Hilfsorganisation Solwodi (solidarity with women in distress) vermittelt. Hier finden sie und die Tochter Schutz in einer geheimen Wohngruppe mit anderen Frauen, die ähnliche Schicksale erlitten. Frau Eaglemeare, die Leiterin von Solwodi-Passau, beginnt ihren Vortrag am Beruflichen Schulzentrum Waldkirchen mit diesem beispielhaften Fall. Initiiert vom Schulpastoralteam und organisiert durch den ökumenischen Fachbereich Religion-Ethik an der Schule, werden eine Woche lang, täglich zwei Vorträge gehalten. Fast 30 Klassen aus Berufs-, Kinderpflege-, Hotelfach- und Fachoberschule nehmen daran teil.Gespannt lauschen die Schüler dem, was sie hier aus erster Hand erfahren. Es sind schockierende Fakten über das Ausmaß, das Menschenhandel und Zwangsprostitution in Deutschland angenommen hat. Deutschland ist zum „El Dorado“ für diese Form der Sklaverei in Europa geworden. Zwischen 10.000 und 30.000 Frauen werden jährlich mit falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt und dort in Bordellen oder auf dem Straßenstrich zur Prostitution gezwungen. Ohne Papiere und ohne Kenntnis der deutschen Sprache, aber mit großen Ängsten vor Polizisten, mit denen sie in den Herkunftsländern oft schlechte Erfahrungen gemacht haben, sind sie den Zuhältern schutzlos ausgeliefert.

Doch warum ereignet sich dieser Skandal gerade in Deutschland? Auch hierauf antwortet Frau Eaglemeare in ihrem Vortag. Bis 2002 galt Prostitution vor dem Gesetz als sittenwidrig. Die Polizei hatte eine Handhabe in Bordelle zu gehen um Kontrollen durchzuführen. Auch waren regelmäßige Gesundheitskontrollen vorgeschrieben. Nach der Liberalisierung des Gesetzes, die eigentlich die Prostituierten aus der Illegalität herausholen sollte, fielen diese Vorschriften weg. „Ein Bordell hat heute weniger Auflagen als eine Würstlbude“, bringt Frau Eaglemeare es auf den Punkt. Das Gesetz schützt nunmehr Bordellbesitzer und Zuhälter. Was wäre also die Lösung, fragen sich viele der schockierten Zuhörer. In Schweden und mittlerweile auch in Frankreich, ist Prostitution verboten worden. In Folge dessen sank die Zahl der Prostituierten um 50 %. Außerdem wurde das Image des „Freiers“ in den Blick genommen. Gilt es in Deutschland doch eher als Kavaliersdelikt, wenn ein Mann ein Bordell besucht, so wird er in Schweden als Versager angesehen, der es nicht fertig bringt die Liebe einer Frau zu gewinnen. Das zeigt Wirkung. Zwar wird es dieses „Gewerbe“ wohl immer geben, doch Menschenhandel und Zwangsprostitution können entschiedener bekämpft werden.

Die Vorträge stellen mit jeweils 90 Minuten Länge und einer Fülle an Informationen die Konzentrationsfähigkeit der Schüler auf eine harte Probe. Beachtenswert ist, dass es dennoch in keiner Vortagseinheit zu Disziplinproblemen kommt, ein Indiz dafür, dass das Thema die Schüler in den Bann zieht und dass die Referentin, Frau Eaglemeare, mit den Erfahrungen aus ihrer Arbeit für die Organisation Solwodi authentisch wirkt.

So resümieren die Organisatoren, dass das Projekt Schüler wie Lehrer herausgefordert hat. Es hat zur Bewusstseinsbildung beigetragen und zum Nachdenken und Nachfragen provoziert.

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