Staatliches Berufliches Schulzentrum
Waldkirchen
mit Außenstelle Grafenau
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Staatliches Berufliches Schulzentrum Waldkirchen

Stadtführung der besonderen Art in Regensburg

Berufsfachschule für Kinderpflege auf Exkursion in Regensburg "Welterbe Regensburg" war das Ziel der Exkursion der beiden zehnten Klassen der Berufsfachschule für Kinderpflege Grafenau/Schlag.

In Begleitung der Lehrkräfte: OStRin Barbara Pfeffer, FOL Christine Licht, OStRin Inge Kriegl und ML Damir Bedrina, erlebten die Schülerinnen und Schüler eine besondere Themenführung.

In der Altstadt mit ihren knapp tausend Denkmälern aus zweitausend Jahren ist alles erhalten geblieben. Die Festungswehre der Römer, die Residenzen von Herzögen, Königen und Kaisern, Häuser und Türmer reicher Patriziern, Kirchen und Klöster der Bischofstadt. Thema der Führung: "Bettler, Gaukler, Henker & Dirnen". In den Schatten der engen Gassen waren Elend und Lustbarkeiten "heimliche" Frauen, fahrende Spielleute und der Henker mit seinen vielfältigen Aufgaben zu Hause. Warum braucht eine Stadt in der Zeit von 1000 bis 1700 genau diese Leute, fragte die Stadtführerin zu Beginn jeder Station. Damals war Regensburg neben Köln die einzige große Stadt mit ca. 25 000 Einwohner. Eine Handelsstadt, die ihre Bürger schützt. Um eigene Frauen zu schützen und Lustbarkeit der Kaufleute zu befriedigen, hatte die Stadt vier Frauenhäuser. Die Dirnen waren mit einem gelben Tuch, Bluse, Rock oder anderem Kleidungsstück zu erkennen. Das war auch ein guter Wirtschaftszweig der Stadt. Im Mittelalter waren das Böse und Dämonen allgegenwärtig. Um diese Personen, die mit Dämonen besessen, kümmerte sich der Henker, als Stadtangestellte mit gutem Gehalt. Der Henker war auch in medizinischem Bereich ein Alleskönner. Einerseits von den Leute gemieden, weil er mit Dämonen zu tun hatte, andererseits beliebt wegen seinem Fachwissen. Die Leute kamen lieber zum Henker als zum Arzt, um behandelt zu werden. Seine Ausbildung dauerte drei bis fünf Jahren. Dazu gehörte der Umgang mit einem großen Schwert für die Hinrichtung der Verurteilten. Bevor ein Gericht sie als schuldig befand, wurden die Verdächtigen in der Folterkammer, damals Fragstatt im Keller des historischen Rathauses zum Geständnis gezwungen, bzw. nachgeholfen. Aber das Volk wollte einen gesunden Straftäter sehen. Der gefolterte wurde vom Henker wieder gesund gemacht.

Warum ein Bettler in der Stadt eine Rolle spielt? Im Mittelalter konnte man "Punkte sammeln" für den Himmel. Ein reicher Mann tat es mit einer Spende an Bettler, Der Bettler musste vorher ein Bettlerdiplom erhalten, das zeigt, dass er fähig ist zu beten. Dieses wurde von der Kirche ausgestellt. Zum Abschluss trafen sich die beiden Gruppen beim Dom. Mittagspause und Shopping im modernen Regensburg war ein schöner Abschluss einer besonderen Führung.

ML Damir Bedrina

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Einweihung der neuen Rezeption an der BFS HOT Grafenau

Bericht Grafenauer Anzeiger / PNP vom 20.07.2017
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In drei Tagen Prag erkunden

Uns, den Schülern der Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement Grafenau, wurde zur Verbesserung unserer Sprachkenntnisse in Tschechisch und zum Kennenlernen der Kultur ein Wochenendtrip nach Prag angeboten. Dieser wurde von unserer Tschechisch-Wahlfachlehrerin Frau Reischl organisiert und begleitet. Wir entschlossen uns an diesem teilzunehmen, da wir sehr an unserem Nachbarland interessiert sind und uns diese Chance nicht entgehen lassen wollten.

Donnerstagmorgen trafen wir uns am Grenzübergang in Haidmühle, um von dort mit dem Zug nach Prag zu fahren. Nach einer langen Fahrt erreichten wir am späten Nachmittag Prag und checkten im Hotel Clarion Congress ein. Nachdem wir uns in unseren beeindruckenden Hotelzimmern einfinden konnten, begannen wir unseren ersten Abend in der Innenstadt. Es war sehr ungewohnt das landestypische Essen mit tschechischen Kronen zu bezahlen. Zur späteren Stunde bekamen wir eine humorvolle Geisterführung durch die historische Altstadt, die nahe der Karlsbrücke endete. Spontan entschlossen wir uns auf dieser zu verweilen und die tolle Abendatmosphäre und die wunderschöne Aussicht zu genießen.

Am nächsten Morgen fanden wir uns an der Rezeption ein, nachdem wir uns an dem vielfältigen Frühstücksbuffet gestärkt hatten. Der erste Programmpunkt war, mit der Seilbahn den Laurenziberg hochzufahren und dort den Petri­n-Aussichtsturm, die Hungermauer und das Spiegellabyrinth zu besuchen. Der Turm bot eine atemberaubende Aussicht. Unseren Spaß hatten wir im Spiegellabyrinth, in dem wir die lustigsten Bilder schießen konnten, da dort die verschiedenen Spiegel unsere Körper komplett verzogen. Bevor wir zum Hotel zurückkehrten, machten wir aufgrund der Hitze nur einen kurzen Stopp an der Pragerburg. Die Unterkunft bot einen Wellness- und Fitnessbereich, den wir mit Freude genossen. Gegen Abend drehten wir eine Runde auf dem berühmten Wenzelsplatz und besuchten anschließend das älteste Kino Prags namens Lucerna. Dort fesselte uns die Dokumentation "Dancer", welche von dem begnadeten Ballett-Star Sergei Polunin erzählte. Wir beendeten den leider bereits letzten Abend damit, im größten Einkaufszentrum im Herzen Prags zu bummeln, das Palladium.

Den Abreisetag begannen wir damit, noch einmal den Wellnessbereich auszunutzen und gemütlich unsere Sachen zu packen. Da dieser tolle Ausflug, der uns Tschechien näherbrachte, zu Ende ging, fuhren wir ungern schon so früh wieder nach Hause. Abschließend können wir es allen zukünftigen Schülern, denen diese aufregende Pragreise angeboten wird, nur herzlich empfehlen. Wir selbst werden uns eine weitere Gelegenheit, Prag auch auf eigene Faust zu erkunden, nicht entgehen lassen.

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