Staatliches Berufliches Schulzentrum
Waldkirchen
mit Außenstelle Grafenau
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Juni 2016 - Staatliches Berufliches Schulzentrum Waldkirchen

35 Schüler/innen nehmen an den Abschlussprüfungen an der BFS Kinderpflege in Grafenau teil

Großer Bedarf an qualifizierten Fachpersonal in den Kindergärten

Ein langer Weg neigt sich dem Ende zu. Nach zwei Jahren harter Arbeit an der Berufsfachschule für Kinderpflege in Grafenau ist es endlich soweit. Am Tag der schriftlichen Abschlussprüfung begrüßt StD`in Frau Johanna Kreutzer, Außenstellenleiterin der Berufsfachschulen in Grafenau, die zukünftigen Kinderpfleger/innen zum großen Finale ihrer Ausbildung. Es stehen Prüfungen in den Fächern Deutsch/Kommunikation und Pädagogik/Psychologie auf dem Programm. Bereits in den vergangenen Wochen mussten die Auszubildenden einen mündlichen Teil in Form einer Gruppendiskussion im Fach Deutsch und Kommunikation ablegen. Um aber die begehrte Berufsbezeichnung staatl. geprüfte/r Kinderpfleger/in tragen zu dürfen, bedarf es auch einer praktischen Prüfung im Fach Sozialpädagogischer Praxis. Das besondere an dieser Prüfung ist, dass sie die Begabung und Qualifikation direkt in der Berufspraxis beurteilt. Hier werden ein Organisationsplan, die Materialvorbereitung und eine Durchführung eines Beschäftigungsangebotes im Kindergarten mit anschließender Reflexion gefordert.

Trotz des straffen Programms kann die Berufsfachschule für Kinderpflege in Grafenau wieder 29 Schüler/innen und 6 externe Prüfungsteilnehmer/innen zu den Abschlussprüfungen melden. Dies ist ganz zur Freude der Kindergärten in unserem Landkreis. Entsprechend dem Motto „Kinder sind unsere Zukunft“ machen sich einige Einrichtungen bereits jetzt Sorgen, zukünftig den Bedarf an gut ausgebildeten Kinderpfleger/innen nicht abdecken zu können. Denn die Einsatzmöglichkeiten sind breit gefächert. Die Ausbildung an der Berufsfachschule für Kinderpflege befähigt in Kinderkrippen, Kindergärten, Kinderhorten, Kinderheimen, Ganztagsschulen, Großtagesstätten und in Familien tätig zu sein.

Doch Herr OStD Herr Uwe Burghardt, Schulleiter des Berufsschulzentrums Waldkirchen und der Außenstelle Grafenau, kann gute Nachrichten überbringen. Denn die Anmeldungen an der BFS Kinderpflege in Grafenau sind in den letzten Jahren rapide gestiegen und bereits jetzt können für das neue Schuljahr nahezu 70 Anmeldungen verbucht werden. Hierfür dankt er nicht nur den Kolleginnen und Kollegen der BFS Kinderpflege für ihr Engagement, sondern auch den zahlreichen Kindergärten im Landkreis für ihre vorbildliche und hervorragende Zusammenarbeit.

Christine Zwiebel, Leitung des Kinderhauses St. Elisabeth in Grafenau, nimmt jedes Jahr sehr gerne Praktikanten der BFS Kinderpflege in Grafenau auf. Und auch sie betont die Wichtigkeit der Ausbildung von qualifiziertem Personal. „Gerade in unserer Region Freyung/Grafenau ist es von großer Bedeutung, dass Nachwuchs ausgebildet wird, da während des Kindergartenjahres oft verzweifelt nach Kinderpfleger/innen und auch Erzieher/innen gesucht wird.“ Aus diesem Grund ist sie sehr dankbar, dass in Grafenau in der Berufsfachschule für Kinderpflege eine vorbildliche Ausbildung zu professionell handelnden und verantwortungsbewussten Erzieherpersönlichkeiten stattfindet. Gerade, weil zunehmend der Bedarf an Nachwuchs in diesem Bereich nicht gestillt werden kann, ist sie froh, dass die BFS für Kinderpflege im Landkreis fest verankert ist. Insbesondere weil die Kindergärten und Kinderkrippen aus dem Landkreis größtenteils auf die zahlreich eingesetzten Praktikanten angewiesen sind.

Auch Frau Gabriele Wilhelm, die Leiterin des kath. Kindergartens St. Anton in Jandelsbrunn ist froh, dieses Schuljahr wieder zwei Praktikantinnen der BFS Kinderpflege in Grafenau bekommen zu haben, da die Schüler/innen bereits während ihrer Ausbildung zum festen Ablauf im Kindergarten gehören. Durch das Blockpraktikum und den wöchentlichen Einsatz sind sie eine große Hilfe, insbesondere weil gerade gelernte Inhalte aus der Berufsfachschule sofort in der Praxis umgesetzt werden können. Dies ist zum einen ein ideales Übungsfeld für die Auszubildenden, und zum anderen kommt das Stammpersonal in den Genuss des Lebenslangen Lernens. Frau Wilhelm betont des Weiteren, dass aufgrund der neuen Herausforderungen im Bereich der frühkindlichen Bildung kaum Fachpersonal auf dem Arbeitsmarkt vorhanden ist. Aus diesem Grund ist für sie die Förderung des Nachwuchses umso wichtiger: „Es muss alles getan werden, um junge Menschen für dieses Berufsbild zu begeistern.“ In diesem Sinne wünscht sie den Prüflingen der BFS Kinderpflege in Grafenau viel Erfolg.

StRin Melanie Roider

 
 
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