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Wahnsinn(s)-Schule“ an der Staatlichen Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement / Kinderpflege Grafenau - Staatliches Berufliches Schulzentrum Waldkirchen

„Wahnsinn(s)-Schule“ an der Staatlichen Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement / Kinderpflege Grafenau

Kabarettistin Gerti Gehr stellte ihr für Schüler / Eltern und Lehrer konzipiertes Programm vor

Grafenau / Schlag. Mit einer etwas anderen Unterrichtsstunde hat sich die Kabarettistin Gerti Gehr als neue Lehrerin an den Berufsfachschulen für Hotel- und Tourismusmanagement sowie Kinderpflege vorgestellt. In ihrem aktuellen Programm „Wahnsinn(s)-Schule“ behandelt sie das große Thema „Schule“ aus Sicht aller Beteiligten. Sie hat darin typische Klischees der Schule aufgezeigt, z.B., dass es für einen Schüler immer das Beste sei, zu allem „Ja“ zu sagen. Die insgesamt 160 Berufsfachschülerinnen und -schüler der Hotel- und Tourismusfachschule bzw. der Kinderpflege können hierbei laut Außenstellenleiterin Frau Kreutzer „ihr Wissen über Kultur und Theater sowie ihre Kenntnisse in Fächern wie Veranstaltungswesen erweitern“.

Themen, die Frau Gehr in ihrer Unterrichtsstunde immer mit einem Augenzwinkern ausführlich behandelt hat, sind Probleme wie Motivation der Jugendlichen in der Pubertät, gegenseitige Rücksichtnahme oder Leistungsnachweise in einer modernen Leistungsgesellschaft, mit denen sich Schüler, Eltern und Lehrer gleichermaßen auseinander- zusetzen haben.

Diese Inhalte unterstrich sie oft mit Anmerkungen wie „Aus euch kann ja nix werden!“ oder ähnlichem. Sowohl aus Sicht der Eltern als auch aus der von Lehrern ist Gehrs Auftritt eine gelungene Darstellung der Stereotypen wie beispielsweise der Probleme einer alleinerziehenden Mutter von deren Sohn Jason, welchen sie im Publikum wiedergefunden hat. „Jason“ alias Rainer Wiesner aus der HOT 13 ist im Unterricht unkonzentriert, da er die ganze Nacht hochkonzentriert damit beschäftigt gewesen ist, exzessiv zu zocken. Außerdem bemängelte Mama Gerti an ihrem Liebling Folgendes: „Furtgeh` derfst allweil, bis in da Friah. Allweil gfohrn von Taxi Mama. Alles kriagt er, vo da Playsi zur X-Box übern Flat-Screen, `s Tablet und `s IPhone.“ „Keine Manieren, griaßd an Buagameister ned. Groß is a word`n, gell, mei Kloana? Alles hat er kriagt! Wos is da Dank? A fünfa in Mathe!“

Auch der „Oberstudienkapo“, Oberstudiendirektor Uwe Burghardt, hat seine Lektion gelernt. Er selbst hat dies aber mit Humor genommen. „Ich war ganz perplex und hatte dies nicht gleich überrissen, dass sie mich hinter`s Licht führen wollte“, so Burghardt anschließend. Gerti Gehr ist sich dabei unschlüssig gewesen, wie sie den Schulvorstand ansprechen soll. „Herr Schulleiter, oda soi i Verwalter, Familientherapeut, Sozialarbeiter, Hausmeister… oder doch eierlegende Wollmilchsau song?“.

Bei einer Umfrage unter Schülerinnen und Schülern betonte Annika aus der HOT 11, dass „es sehr schön war, wenn die Lehrer einmal mitbekommen, wie es uns Schülern mit ihnen geht“. Dieser Meinung haben sich die meisten Schüler und Schülerinnen, die von Gehrs Unterrichtsstunde positiv überrascht gewesen sind, angeschlossen. „Gerti Gehr hat einen wirklich tollen Auftritt hingelegt und mit ihrem Humor und ihrer Fähigkeit, stets ernst zu bleiben, zog sie mich und meine Mitschüler in ihren Bann“, so Melissa (HOT 11).

Michael betonte dabei, er habe sich „in der Rolle von Jason wiedergefunden.“

Die Kabarettistin gab den Schülerinnen und Schülern zum Abschied den Leitspruch „Wer aufsteht, bleibt nicht sitzen!“ mit auf den Weg. „Lieba oft blöd aufgestanden als einmal g`scheit sitzen geblieben“. Schülerin Nadine B. äußerte sich ebenso positiv. „Sie konnte das Publikum gut mitreißen und hat den Schulalltag auf ironische und witzige Weise dargestellt.“

Zum Schluss bedankte sich Frau Kreutzer mit einem kleinen Präsent bei Frau Gehr und den Mithelfern für die gelungene Veranstaltung.

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